Antwort auf: Gulfhof Klein Margens

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Hans-Hermann Janssenjanssen49@web.de
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Moin mitnanner,
ich weiß es auch nicht so genau, will aber einen Weg zur Aufhellung aufzeigen. Ich bin in Werdum geboren und kenne die Höfe ziemlich gut. In alten Aufzeichnungen und Karten (Emmius) ist immer die Sprache von Margens, nämlich die Warf an der der Kreisstrasse Esens-(Groß-Holum) Neuharlingersiel und dem Margenser Tief bzw. Barkeltief. Diese Warf bzw. Hof war das Vorwerk oder Grashaus des Klosters Marienkamp. Nach der Reformation und Säkularisierung des Kirchenbesitz fiel Margens an das Grafenhaus/Fürstenhaus und wurde in Erbpacht ausgegeben. Somit erscheint es auch nicht in den Weinkaufprotokollen, den Nachfolgern der Bauernregister aus dem 16. Jahrhundert. Anmerkung von mir: ich kann mich noch an den so genannten “Duvkast” (Taubenhaus) beim Hof in den 60-iger Jahren erinnern, ein sichtbares Zeichen, das der Hof ein adeliger Besitz war. Zu untersuchen wäre jetzt die Bedeutung von “Lütt Margens” oder Klein-Margens in Sichtweite von “Groot-Margens”. Dazu müsste man die Unterlagen im Staatsarchiv zu “Margens” durchforsten. Im Kirchenbuch Thunum wird Klein-Margens in der Zeit um 1840 erwähnt. Dieses ist eher ungewöhnlich, da Margens, Groß-Holum, Seriem und Bense immer zur Kirche Esens gehört hat. Meine Annahme ist, das in “Hannoverscher” Zeit, also nach dem Wiener Kongreß dieser Hof, auch durch Fortschrittein der Landwirtschaft wie höhere Ernteerträge, geteilt wurde. Daher die Unterscheidung Groot- und Lütt-Margens. Die Warf Klein-Margens wird sicherlich schon seit dem Mittelalter bewohnt gewesen sein, als Unterhof des Klostervorwerks. Die Gulfhöfe dürften in der Mitte des 19.Jahrhunderts auf den Grundmauern der Vorgängerhäuser gebaut worden sein. Also: viel Geschichte.

Ich würde mich freuen, wenn ich Anregungen geben konnte.

Hans-Hermann Janssen

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